Zwischen Distanz und Aktivismus: 
(Friedens-)Journalismus im kolumbianischen Konflikt

Kolumbien hat 2016 einen Meilenstein im Friedensprozess gesetzt. Nach über 50 Jahren bewaffneter Konfrontation haben sich die linksgerichtete Guerillabewegung FARC und die Regierung darauf geeinigt, einen friedvollen Weg einzuschlagen. Die Entwaffnung der FARC gilt laut UNO seit 2017 als abgeschlossen.

Welche Rolle spielen Medien und Journalisten in diesem Konflikt, wie ist ihr Selbstverständnis geprägt? Heizten sie den Konflikt und die Polarisierung weiter an, wie das so oft der Fall ist? Alicia Prager ist durch Kolumbien gereist und hat sie dazu befragt. Einen theoretischen Rückbau ihrer Arbeit spielt das Konzept des Friedensjournalismus, das aus den Sozialwissenschaften kommt und klare Ansprüche an die journalistische Arbeit stellt. Unter anderem jenen, mögliche friedliche Lösungen aufzeigen bzw. auf diese aktiv hinzuarbeiten. Damit verbunden sind Do´s and Don´ts in der Berichterstattung.